Das Herz eines Hirten

Familienausflug mit dem Auto. Plötzlich wird abgebremst. Statt des üblichen Nörgelns, andächtiges Schweigen und faszinierendes Beobachten. Eine Schafherde zieht gemächlich und blökend über die Straße.
Mit seinem Stab in der Hand winkt der Hirte dem Autofahrer fröhlich zu.
Wir lieben romantische Bilder und Eindrücke. Aber der Beruf des Hirten hat mehr mit schwerer Arbeit und Schweiß zu tun, als mit gefühlvollen Stimmungsbildern. In der heiligen Schrift bedeutet " Hirte sein", andere Menschen zu leiten und zu umsorgen. Dazu bedarf es einer hohen Berufung und fordert den Einsatz der ganzen Persönlichkeit.

 

Die geistlichen Führer und politischen Regenten sollten nach Gottes Plan Vorbilder, Verantwortungsträger und Autoritätspersonen sein. Dazu gab Gott ihnen als Anschauungslektion das Bild des Hirten. Darüber hinaus darf dies als Illustration auch den Eltern und Gemeindeleitern gelten. Vater und Mutter sollen Hirten der Herzen ihrer Kinder sein. Das ist nicht immer ganz so leicht, wie es aussieht und führt sie manchmal an den Rand der Verzweiflung. Hirtendienste in der Gemeinde bringen auch nicht immer den erhofften Erfolg.
Trotzdem darf die Aufforderung Salomos allen "Hirten" Mut machen, weiterhin diesen Dienst zu tun. Denn die an Menschen erwiesene Treue, Aufmerksamkeit und Sorgfalt wird nicht unbelohnt bleiben. Schließlich hat Gott in seiner großen Weisheit uns in Jesus Christus den besten Hirten gesandt. Seine Handlungsweise ist allein nachahmenswert.

 

Glückselig, die das Wort Gottes hören und befolgen  (Lukas 11; 28)